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03.02.2012
Allergen des Monats: Der Schimmelpilz Aspergillus fumigatusAspergillus, der Gießkannenschimmel, ist einer der häufigsten und wichtigsten Schimmelpilze. Die etwa 150 bekannten Arten sind weltweit verbreitete Bewohner des Erdbodens von der Arktis bis zur Sahara, mit Schwerpunkt in warmen und tropischen Zonen. Aspergillus fumigatus ist trotz seines relativ geringen Vorkommen die bedeutendste krankheitserregende Aspergillus-Art. Da er ein wärmetoleranter Schimmelpilz mit einem Wachstumsoptimum bei 37-43°C ist, ist er häufig auf bzw. in Substraten zu finden, in denen es zu einer Erwärmung kommen kann, wie z. B. Heu, Kompost, Müll oder Topfpflanzen über Heizkörpern. Aspergillus-Sporen sind vor allem im Innenbereich in Feuchträumen, im Hausstaub, in Befeuchtern von Klimaanlagen und damit auch in der Luft klimatisierter Räume, aber auch in der Außenluft nachzuweisen. Zudem ist A. fumigatus in Taubenställen und Vogelkäfigen zu finden. Er befällt verschiedene Nahrungsmittel wie Gewürze, z. B. schwarzen Pfeffer, Kirschen, Trauben, Roggen- und Weizenbrot, Gerste, Mais, Reis und Fruchtsäfte, ist aber kein Lebensmittelverderber. Aspergillus fumigatus bildet Kolonien mit dichtem, samtigen Filz aus dunkelgrünen bis grauen Konidien. Aspergillus fumigatus hat eine große allergologische Bedeutung. Seine Aufnahme kann sowohl über die Luft (inhalativ) oder auch über den Verzehr von kontaminierten Nahrungsmitteln (nutritiv) erfolgen. Die Sporen können bei Allergikern Rhinitis (Fließschnupfen), Konjunktivitis (Bindehautentzündung) und/oder Asthma bronchiale auslösen. Der Verzehr von befallenen Nahrungsmitteln kann allergisch bedingte Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall, Blähungen oder Erbrechen verursachen. Neben diesen allergischen Typ-1-Reaktionen spielt Aspergillus fumigatus eine dominante Rolle bei der Auslösung von Erkrankungen der Lunge und der Bronchien (Alveolitis, Aspergillose), da die kleinen Sporen bis in die Lungenbläschen eindringen. Dies betrifft vor allem Patienten mit einem geschwächten Immunsystem oder beruflich exponierte Patienten, die z. B. eine sogenannte Farmerlunge, Tabakarbeiterlunge, oder Taubenzüchterlunge entwickeln. Patienten mit einer Allergie auf Aspergillus fumigatus sollten Gartenarbeit und den Kontakt mit Kompost und Biomüll meiden. An trockenen, windigen Sommertagen sind die meisten Pilzsporen in der Luft, worüber auch die Polleninformationsdienste Auskunft geben. Zur Reduktion der Sporenbelastung im Haus sollten feuchte Stellen saniert, der Hausstaub reduziert, für eine ausreichende Belüftung gesorgt und Luftbefeuchter und Zimmerpflanzen entfernt werden. Abfallbehälter sollten möglichst häufig geleert werden. < zurück zur Übersicht |
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